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28.06.2012
Alexander König: Stammbacher Glocken müssen wieder läuten
Nach einem ausgiebigen Ortstermin in der Stammbacher Kirche wegen der dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten sprach der CSU Landtagsabgeordnete Alexander König bei dem für die Planung und Bauausführung zuständigen staatlichen Bauamt in Bayreuth vor.
Wollen gemeinsam den Glockenturm retten: Bürgermeister Karl-Phillip Ehrler, Alexander König und Pfarrerin Susanne Sahlmann.
Hintergrund war ein Hilferuf des Stammbacher Bürgermeisters Karl-Phillip Ehrler und der Stammbacher Pfarrerin Susanne Sahlmann sie bei der dringend notwendig gewordenen Sanierung der Kirche zu unterstützen, zumal die Baulast bei über 90 Prozent beim Freistaat Bayern liegen.
Bereits seit 2003 laufen die Planungen für eine Neugestaltung des Kircheninnenraums sowie energetischer Maßnahmen. Das größte Problem stellt jedoch die rapide Verschlechterung des Zustands des Glockenturms dar, der zwischenzeitlich sogar von außen gesperrt wurde und dessen Glocken wegen der starken Schwingungen nicht mehr läuten dürfen.
„Hier dürfen wir keine Zeit verlieren“, so Alexander König, der auf Einladung des Bürgermeisters und der Pfarrerin nach Stammbach gekommen war. Bei der ausführlichen Besichtigung der Kirche konnte sich der Abgeordnete selbst einen Eindruck vom offensichtlichen Sanierungsbedarf des Turms, aber auch des Kirchenschiffs machen. „Leider wurde schon viel Zeit verschenkt. Aber jetzt sind sich alle einig, jetzt muss es voran gehen“, berichtet Bürgermeister Karl-Phillip Ehrler und verweist auf die mittlerweile neunjährige Planungszeit. Die Stammbacher Pfarrerin Susanne Sahlmann, seit 2010 im Amt, betont gegenüber König nochmal, dass man nun lediglich den Bestand sanieren und nur minimale Umgestaltungen im Altarraum vornehmen wolle. „Wir sind uns einig. Das wichtigste ist die Sanierung der Kirche. Das hat Vorrang“, so Pfarrerin Sahlmann.
Auch die Besichtigung des Kirchturms machte die dringenden Sanierungsarbeiten deutlich. So konnte Alexander König anhand der Messpunkte für die Risse deutlich die Bewegung des Turms nachvollziehen. Besonders beklagenswert findet Pfarrerin Sahlmann die stillgelegten Glocken. „Wir können weder zu den Gottesdiensten, noch zu anderen festlichen Anlässen läuten“, erklärt Sahlmann bei der Besichtigung in der Spitze des Turms. Ein Umstand, den König so nicht hinnehmen will. „Auch heute ist die Kirche noch der Mittelpunkt jeder Gemeinde. Das Läuten gehört dazu“, so König. Dass die Gemeinde dabei nicht untätig bleibt, konnte Alexander König bei den Bauarbeiten an der Uhr besichtigen. Die Pfarrgemeinde Stammbach nutzt die günstige Gelegenheit des notwendigen Gerüsts rund um den Turm und baut derzeit eine neue Uhr ein. „Es ist hochinteressant den Fachleuten bei so einer Arbeit über die Schulter schauen zu können“, schwärmt König nach der Turmbesichtigung.
Das staatliche Bauamt in Bayreuth hat dem Hofer Landtagsabgeordneten Alexander König nach dem Ortstermin zugesichert, dass bereits in den nächsten Wochen mit dem Ergebnis eines Gutachtens zum Glockenturm gerechnet werden kann.
Dieses wird von einer Statikerfirma aus Hof erstellt, um die Ursache für die wachsenden Risse in der Wand zu suchen und Sanierungsvorschläge zu machen. Das Bauamt zeigte sich König gegenüber optimistisch das nach Vorliegen des Gutachtens mit der dringlichen Sanierung des Turm begonnen werden kann.
Gleichzeitig werden die Planungen für die ebenfalls dringend erforderliche Sanierung des Kirchenschiffs weiter voran gehen. „Die notwendige Renovierung des Turms darf jetzt nicht auf Kosten der lange geplanten Sanierung des Innenraums gehen“, so König. Noch 2012 will das staatliche Bauamt gemeinsam mit der Kirchengemeinde die genauen Umbaumaßnahmen festlegen und einen entsprechenden Bauplan bei der zuständigen Regierung von Oberfranken einreichen.  König gegenüber zeigte sich das Bauamt zuversichtlich, dass noch im Jahr 2013 mit der Sanierung des Kirchenschiffs begonnen werden kann.
Die Kosten der Sanierung der Kirche in Stammbach liegen auf Grund eines Staatsvertrags zu rund 90 Prozent beim Freistaat Bayern. Jährlich werden für die Kirchen in Oberfranken rund 5 Millionen Euro aufgewendet. Eine Summe, die im letzten Nachtragshaushalt auch auf Drängen des stellvertretenden CSU-Fraktionsvorsitzenden Alexander König nochmal erhöht worden war.