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03.09.2012
König: Hallerstein Dorfgemeinschaft mit Vorbildcharakter
Der Hofer Landtagsabgeordnete Alexander König besuchte die Gemeinde Hallerstein
„In Hallerstein ist vieles vorbildlich. Eine intakte Dorfgemeinschaft, in der es selbstverständlich ist, sich für seine Heimat einzusetzen“, lobt der Hofer Landtagsabgeordnete Alexander König die Hallersteiner nach seinem Besuch.
Gemeinsam mit dem stellvertretenden Bezirkstagspräsidenten Eberhard Siller warb König nach seinen Besuchen in den Waldsteingemeinden auch in Hallerstein für die Stimmkreisreform und informierte sich gleichzeitig über die Anliegen der Bürger. Das hohe Engagement aller Hallersteiner und die Tatkraft der Dorfgemeinschaft beeindruckte die beiden Politiker dabei am meisten.

Gute Stimmung auch bei der Besichtigung der Burgruine (v.l.n.r.): Pfarrerin Maike Goldhahn, Stadtrat Hans-Peter Baumann, Kirchenvorstandsmitglied Peter Dengler, Alexander König, Bezirkstagsvizepräsident Eberhard Siller, Rüdiger Lang und Udo Schott.
„In Hallerstein ist vieles vorbildlich. Eine intakte Dorfgemeinschaft, in der es selbstverständlich ist, sich für seine Heimat einzusetzen“, lobt der Hofer Landtagsabgeordnete Alexander König die Hallersteiner nach seinem Besuch.
Gemeinsam mit dem stellvertretenden Bezirkstagspräsidenten Eberhard Siller warb König nach seinen Besuchen in den Waldsteingemeinden auch in Hallerstein für die Stimmkreisreform und informierte sich gleichzeitig über die Anliegen der Bürger. Das hohe Engagement aller Hallersteiner und die Tatkraft der Dorfgemeinschaft beeindruckte die beiden Politiker dabei am meisten.
Schon bei der Besichtigung der Dorf-Kirche wurde deutlich, dass in Hallerstein vieles anders läuft, als in anderen Gemeinden. „Unseren Kindergottesdienst besuchen im Durchschnitt 30 bis 40 Kinder. Das ist für eine Gemeinde mit insgesamt rund 300 Mitgliedern schon beachtlich“, erzählte Pfarrerin Maike Goldhahn und sieht in der Dorfgemeinschaft die Erklärung. „Wir haben in unserer Pfarrei unglaublich viele helfende Hände. Obwohl ich in Wüstenselbitz wohne, funktioniert hier alles reibungslos und ich kann mich immer auf alle verlassen“, so Pfarrerin Goldhahn. Den Besuch des Landtagsabgeordneten nutzte die Pfarrerin, um darauf Aufmerksam zu machen, dass sich die Kirchengemeinde seit rund zwei Jahren um die staatliche Kostenübernahme für die rund 30.000 Euro teure Orgelinstandhaltung bemühe. „Ich werde den Sachverhalt genau prüfen lassen. Hier muss zügig eine Entscheidung her“, pflichtet König Pfarrerin Goldhahn bei und sichert seine Hilfe zu.
Der anschließende Besuch des Burgmuseums bestärkte die beiden Politiker Siller und König in ihrem Eindruck, dass die Heimatpflege in Hallerstein mit großem ehrenamtlichem Engagement verbunden ist. Unzählige Exponate stellen das frühere Leben in Hallerstein dar, von einer Küche, vollständig eingerichtet im Stil der 40er Jahre, über einen alten Feuerwehrkutschenwagen, bis hin zu einem antiken Webstuhl. „Wir haben mit einigen wenigen Ausstellungsstücken angefangen, doch die Hallersteiner haben uns nach und nach Dinge anvertraut, von denen sie meinen, dass sie für das Museum wertvoll sein könnten“, erzählt Rüdiger Lang vom Heimat- und Kulturverein Hallerstein. Gleichzeitig werden durch das Museum die Reste der Schlossruine, die noch aus dem 13. Jahrhundert stammt, erhalten.
Auch beim Rundgang durch das Dorf zeigte sich an vielen Stellen der Einsatz der Bevölkerung. So hat die Dorfgemeinschaft in Eigenregie einen Rundwanderweg durch das Dorf angelegt, die Festhalle renoviert und das „SteinReich“ angelegt, ein kleiner Park in dem die verschiedenen Steinarten der Region vorgestellt werden. „All diese Projekte haben wir mit unserem Heimat und Kulturverein verwirklicht. Die Gemeinde haben wir dabei nichts gekostet“, erzählt Rüdiger Lang. Etwas, das Stadtrat Hans-Peter Baumann nur betonen kann. „In Hallerstein nehmen die Bürger ihr Glück selbst in die Hand. Hier springt die Dorfgemeinschaft ein, wo der Kommune manchmal das Geld fehlt“, so Hans-Peter Baumann.
Ein weiteres Beispiel dafür ist auch die so genannte „Villa Rosa“. Dabei handelt es sich um ein altes Haus in der Dorfmitte, dass drei Mitglieder des Kulturvereins gekauft und saniert haben. Heute stellen sie es den Vereinen oder verschiedenen kulturellen Anlässen zur Verfügung. „Hier setzen sich Einzelne zum Wohle Aller ein. Das verdient Anerkennung und Respekt“, so Eberhard Siller nach der Besichtigung der Villa Rosa.
Auch die Feuerwehr in Hallerstein untermauert das Bild der intakten Dorfgemeinschaft. Alexander König staunte nicht schlecht, als Kommandant Volker Schödel ihm bei der Besichtigung des Feuerwehrhauses von 35 aktiven Feuerwehrleuten berichten konnte. „Andere Wehren müssen sich sehr anstrengen um die notwendige Fahrzeugbesatzung aufbringen zu können. 35 aktive Feuerwehrleute in einem 300 Einwohner Dorf sind schon etwas Besonderes“, sagte Alexander König.
Anschließend hatte König die Hallersteiner Bevölkerung zu einem Bürgergespräch ins Feuerwehrhaus eingeladen, um deren Anliegen aus erster Hand zu erfahren. Die Themenvielfalt reichte dabei von der Umlage für Straßenneubauten, über die Zusammenarbeit mit dem  Koalitionspartner in München, bis hin zur Stimmkreisreform.
„Hallerstein ist ein sehr gutes Beispiel dafür, was alles bewegt werden kann, wenn die Dorfgemeinschaft zusammen hält“, so Alexander König nach dem Besuch. Ein Indiz dafür sei auch, dass es in Hallerstein kaum Leerstände gebe. „Gerade junge Familien zieht es zu uns ins Dorf. Es macht einen schon Stolz, wenn Hallerstein einen ganzen Schulbus füllt“, beschreibt Feuerwehrkommandant Volker Schödel die junge Einwohnerstruktur in Hallerstein. „Hallerstein beweist eindrucksvoll, dass auch die kleineren Dörfer in unserem Landkreis eine Zukunft haben, wenn sich die Bewohner für ihre Heimat einsetzen“, so Alexander König abschließend.