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27.01.2021
Insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung im Frankenwald wird gefördert
Der Frankenwald und damit auch viele Wälder im Hofer Land sind stark vom Borkenkäfer befallen und es droht in den nächsten Jahren noch dramatischer zu werden. Die Entnahme befallener Bäume, der Schutz des Bestands und die sinnvolle, zukunftsfähige Wiederaufforstung ist ein Wettlauf mit der Zeit. CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König teilt mit, dass zur Unterstützung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer die bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Frosten Michaela Kaniber im vergangenen Jahr ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen hat, von dem auch das Hofer Land bereits profitiert, und wirbt für eine weitere Inanspruchnahme dieser Möglichkeit.
Die Fördermodalitäten:
Gefördert wird die insektizidfreie, waldschutzwirksame Aufarbeitung von Borkenkäferholz im Schutzwald sowie in seinem ihn umgebenden Gefährdungsbereich. Antragsberechtigt sind private und kommunale Waldbesitzer sowie Träger überbetrieblich durchgeführter Maßnahmen. Der Fördersatz beträgt im Schutzwald regelmäßig 30 Euro pro Festmeter waldschutzwirksam aufgearbeitetes Schadholz. Ausführliche Informationen zu den Fördermodalitäten der „insektizidfreien Borkenkäferbekämpfung“ sind im Merkblatt zu finden unter: http://www.waldbesitzer-portal.bayern.de/mam/cms01/wald/waldbesitzer_portal/dateien/merkblatt_rindenbrueter_im_sw_01.07.2020.pdf

 „Die ausgezahlten Maßnahmen der insektizidfreien Borkenkäferbekämpfung belaufen sich in Stadt und Landkreis Hof für das Jahr 2020 auf ein Volumen von rund 1,8 Millionen Euro Fördermittel sowie rund 88.000 fm Käferholz. Das sind beachtliche Zahlen“, verdeutlicht König. Und die Ministerin Kaniber äußert sich ebenfalls positiv: „Ich bin sehr froh darüber, dass das Sonderprogramm, das ich am 9. Juli 2020 gestartet habe, so durchschlagenden Erfolg zeigt. Mit der deutlichen Ausweitung der Förderung ist es gelungen, die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer im Frankenwald nochmals handlungsfähiger zu machen und für eine wirksame Bekämpfung des Borkenkäfers zu motivieren. Sie nutzen seither konsequent die attraktiven staatlichen Förderangebote. Weil wir nach Einschätzung unserer Experten im Jahr 2021 mit einem ähnlichen Schadniveau wie im vergangenen Jahr rechnen müssen, wird das ursprünglich bis Jahresende 2020 befristete Sonderprogramm zunächst unverändert fortgeführt.“ „Es ist wichtig, dass die Borkenkäferbekämpfung vom Freistaat Bayern, den beteiligten Institutionen und Anlaufstellen intensiv unterstützt wird und die Waldbesitzer aktiv bleiben, aktiv sind oder spätestens jetzt aktiv werden. Es erfordert eine enorme Kraftanstrengung aller, sowohl den gesunden Waldbestand zu schützen als auch den nachhaltigen und notwendigen Waldumbau voranzutreiben. Denn das Ziel eines gesunden Waldes geht uns alle an“, bekräftigt Alexander König.