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23.10.2014

Geh- und Radweg nach Gundlitz dringend nötig

Bürgermeister Karl Philipp Ehrler (rechts) erläutert Landtagsabgeordnetem Alexander König bei einer Besichtigung mit dem Fahrrad die Dringlichkeit eines Geh- und Radweges nach Gundlitz. Hier an der Einmündung des Bayernradweges „Main-Saale“ konnte sich König von der Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern durch die vielen mit sehr hoher Geschwindigkeit fahrenden Autos überzeugen.

Sehen ist besser als immer nur erzählt bekommen, dachte sich Bürgermeister Karl Philipp Ehrler bei seiner Einladung an Landtagsabgeordneten Alexander König zu einer Besichtigungsstour per Fahrrad. Dem Fortbewegungsmittel entsprechend ging es dann vor allem um fehlende Radwege in Stammbach. „Wir Stammbacher sind hier am südwestlichen Ende des Landkreises die Verknüpfungsstelle zu den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach. Unser Ziel ist es, gute und sichere Fuß- und Radwege für unsere Bürgerinnen und Bürger zu schaffen und dabei auch den Lückenschluss im landkreisübergreifenden Wegenetz im Auge zu haben. Durch Stammbach verläuft der Main-Saale-Radweg, ein Bayernradweg, der von Wirsberg nahezu 10 km autofrei Richtung Stammbach führt, aber 1 km vor unserer Gemeinde am Gundlitzer Berg in die für Fußgänger und Familienradfahrer gefährliche Kreisstraße von Stammbach nach Gundlitz mündet. Hier sind wir auf die Hilfe vom Landkreis, den Tourismusverbänden und von den staatlichen Zuschussgebern angewiesen, damit eine dringend notwendige Verbesserung passiert“, macht der Bürgermeister deutlich. Bei der Ortseinsicht an der Einmündung des Fernradweges in die Kreisstraße konnte sich Landtagsabgeordneter Alexander König davon überzeugen, dass es unzumutbar, ja sogar äußerst gefährlich ist, auf dieser Kreisstraße von Gundlitz nach Stammbach zu laufen. „Fußgänger und Radfahrer wünschen sich einen Weg neben der Straße, möglichst asphaltiert, der dann von den Gundlitzern, den Radlern, Touristen und auch den Naherholungssuchenden gefahrlos benutzt werden kann“, so der Abgeordnete Alexander König. Sichtlich negativ beeindruckt war der Besucher von den hohen, oft überhöhten Geschwindigkeiten und der großen Anzahl an Fahrzeugen, die diesen Straßenabschnitt befahren. Bürgermeister Ehrler berichtete, dass sich die Gundlitzer Bürger bereits mit einer Unterschriftenliste für den Bau eines Geh- und Radweges stark gemacht hätten. Weiter ging es dann zur Eisenbahnunterführung bei Metzlesdorf. Hier berichtete der Bürgermeister, dass in den nächsten Jahren wohl ein Neubau der Brücke durch die Deutsche Bahn AG anstehe. „Bereits im Jahr 2009 haben wir einen Antrag gestellt, dass hier von der Siedlung bis nach Metzlesdorf ein kombinierter Fuß- und Radweg entlang der Kreisstraße geplant werden soll. Dieser muss dann unbedingt zusammen mit dem Brückenneubau realisiert werden – eine solche Gelegenheit kommt so oft nicht wieder. Auf der Kreisstraße Richtung Fleisnitz sind sehr viele Fußgänger, Jogger und Nordic-Walker unterwegs, welche die sogenannte Senftenhof-Runde laufen. Ich möchte nicht, dass erst ein Unfall passieren muss, damit an dieser Stelle ebenso wie Richtung Gundlitz baulich etwas geschieht“, so Ehrler. Landtagsabgeordneter König, der selbst große Erfahrung als Freizeitradler hat, konnte die Vorschläge gut nachvollziehen und erkannte auch die Möglichkeiten, mit dem Neubau einiger weniger Fuß- und Radwege wichtige Lücken im Landkreisradwegenetz und damit auch im überregionalen Wegenetz zu schließen. Dass die Stammbacher nicht nur Wünsche äußern, sondern auch seit Jahrzehnten tatkräftig in Vorleistung treten, machte Bürgermeister Ehrler an mehreren Beispielen fest. „Wir haben den Main-Saale-Radweg mit Eigenmitteln ausgebaut, mit dem Kanalbau nach Weickenreuth einen Top-Weg geschaffen, mit der Flurbereinigung viele Wege saniert und neu hergestellt und als letzten Meilenstein den sogenannten „Fahrradweg“ vom Schießhaus nach Förstenreuth gebaut, der phänomenal angenommen wird und für Fußgänger, Radler, Läufer und Nordic-Walker endlich eine gefahrlose Verbindung nach Förstenreuth bietet. Auch dieser Weg fügt sich perfekt in ein überregionales Wegenetz ein, da die Fahrradfahrer dadurch fast nur auf Radwegen von der Landesgrenze in Blankenstein, über den Selbitzradweg, Wüstenselbitz, Hohenberg und dann über Sauerhof nach Förstenreuth und Stammbach bis nach Kulmbach und weiter gelangen können. Eine wichtige Lücke schließen wir zusammen mit der Stadt Münchberg demnächst an der B289 bei Sauerhof“, zeigte Ehrler auf. Mit einem ausgiebigen Radkartenstudium endete die Besichtigungstour dann bei einer Einkehr auf dem Stammbacher Hausberg, dem Weißenstein.