MdL
Besuchen Sie uns auf https://www.alex-koenig.de

ANSICHT DRUCKEN | DRUCKANSICHT BEENDEN

Archiv

17.09.2014

Spaziergang im Forstrevier Rehau

Seit 2005 pflegen die Bayerischen Staatsforsten die Wälder des Freistaates Bayern nach dem Grundsatz “Nachhaltig Wirtschaften”. Dabei soll der Wald vorbildlich gepflegt werden und seltenen Tier- und Pflanzenarten Schutzraum bieten. Der  Wald hat Erholungsfunktion für den Menschen und bietet gleichzeitig auch Arbeitsplätze.

Und nicht zuletzt arbeiten die Bayerischen Staatsforsten als Wirtschaftsunternehmen, um den Staatswald als Wirtschaftsunternehmen, das Erträge an den bayerischen Staatshaushalt abführt, zu erhalten. Bei einem Besuch im Forstrevier Rehau unter Führung des Forstbetriebsleiters Michael Grosch und des für Rehau zuständigen Revierleiters Wolf-Christian Liebert konnte sich CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König ein Bild von der Bewirtschaftung des Staatswaldes machen, die Mensch, Tier und Umwelt nutzt. “Nachhaltiges Wirtschaften in unseren Wäldern steht bei uns nicht nur auf dem Papier, sondern ist die tatsächliche Grundlage unserer täglichen Arbeit”, machte Betriebsleiter Grosch bei dem Waldspaziergang mit Alexander König deutlich. Michael Grosch und seine 50 Mitarbeiter sind für rund 15 000 Hektar Waldfläche zuständig, die sich vom Schneeberg bis nach Hof erstreckt und somit auch das Revier rund um Rehau umfasst. “Naturschutz ist bei uns ein ebenso wichtiges Thema wie die Versorgung der heimischen Wirtschaft mit dem wichtigen Rohstoff Holz”, erklärte Forstbetriebsleiter Michael Grosch. Die großen holzverarbeitenden Betriebe sind dabei wichtige Partner, die den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Region sichern. Dass die Holzernte auch im Sinne des Naturschutzes anders organisiert ist als noch vor 20 Jahren, ist für Landtagsabgeordneten Alexander König einleuchtend. “Im Staatswald werden alle 30 Meter sogenannte Rückegassen eingerichtet. Ausschließlich in denen bewegen sich die Harvester und Rückemaschinen, um ansonsten so wenig wie möglich in den Wald und sein empfindliches Ökosystem einzugreifen”, erklärte Forstbetriebsleiter Michael Grosch seinem Gast Alexander König. Der Staatswald rund um Rehau wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder angepflanzt und bestand lange Zeit fast ausschließlich aus Fichten und Kiefern. “In den vergangenen Jahren haben wir viel Zeit und Geld in die Anpflanzung von zum Beispiel Tannen und Laubhölzern gesteckt, um den Wald widerstandsfähiger zu machen. Da sind jetzt Erfolge sichtbar, die es nun zu schützen gilt”, so Grosch. Sein Ziel ist es, im Forstrevier Selb eine Mischung von 30 Prozent Laub- zu 70 Prozent Nadelholz zu schaffen. Zum Schutz der jungen und empfindlichen Bestände gehört auch die Jagd, um übermäßigen Verbiss durch Rot- und Schwarzwild einzudämmen. “Jagdreviere zu verpachten wird immer schwieriger, weil kaum noch jemand bereit ist, die Jägerei als verantwortungsvolles und zeitintensives Hobby zu betreiben. Vor allem dank Jagdgästen erfüllen wir im Staatsforst die Abschussvorgaben”, machte der Forstbetriebsleiter deutlich. Besondere Aufmerksamkeit widmen Revierleiter Wolf-Christian Liebert und die Holzarbeiter im Rehauer Forst der seltenen Flussperlmuschel: “Wir arbeiten eng mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammen, um der Flussperlmuschel einen optimalen Lebensraum bieten zu können. Zu unseren Maßnahmen gehören zum Beispiel die Rodung des Uferraums am Mähringsbach, um der Flussperlmuschel Licht zu verschaffen”, erklärte Liebert. Am Ende des Waldspaziergangs machte Michael Grosch deutlich, dass ihm viel an Transparenz und Austausch mit der Bevölkerung gelegen ist: “Natürlich sieht der Wald im Jahr 2014 anders aus als noch vor 50 Jahren. Nicht immer sind alle Maßnahmen für jeden nachzuvollziehen. Aber die Bayerischen Staatsforsten garantieren den Erhalt unseres Waldes, den Naturschutz und den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Region. Wir freuen uns über jeden Besucher im Wald, der Fragen stellt und sich mit unserer Arbeit auseinandersetzt. Für Führungen durch den Staatswald sind wir jederzeit offen.”  

Das Bild zeigt von rechts Michael Grosch, Alexander König, Wolf-Christian Liebert und zwei Forstarbeiter.